Begleitung zur Veganen Landwirtschaft
Transfarmation

Diese Betriebe haben bereits umgestellt

In Deutschland gibt es über 100 Lebenshöfe. Dazu kommen immer mehr Betriebe, die auf eine gewaltfreie Landwirtschaft umgestellt haben oder sich aktuell im Umstieg befinden.









Die Krachmachermühle der Familie Gräf in Bad Windsheim

Johannes Gräf hat den Hof seiner Eltern mit einem Schweinemastbetrieb im Jahr 2011 übernommen und steckt mit seiner Familie aktuell mitten in der Transfarmation. Trotz erheblicher Altschulden ist die Schweinemast beendet worden und der konventionelle Landwirtschaftsbetrieb durchlebt aktuell einen Wandel hin zu einer solidarischen Landwirtschaft (dem Kartoffelclub BW), einem Lebenshof sowie einer regenerativen Landwirtschaft.

Wir freuen uns sehr, die Familie Gräf in diesem Prozess begleiten zu dürfen. In unserem News-Bereich finden Sie die Odysso-Doku, in der Johannes und Maike Gräf zum Thema "Haustier-Nutztier" zu Wort kommen.










Straußenfarm + Lebenshof Erlbacher in Freystadt

Seit 15 Jahren betreibt Harald Erlbacher eine Straußenfarm mit Café, touristischer Vermarktung und kleinem Campingplatz. Seit einiger Zeit hat er keine Tiere mehr geschlachtet und steigt nun aus der konventionellen Tierhaltung aus. Um Straußen, Ziegen, Pfauen, Hühner und Kaninchen weiter versorgen zu können, hat er das Projekt Lebenshof gewählt.

"Den Anfang unserer Geschichte können wir nicht mehr ändern, doch haben wir begonnen, unsere Zukunft und die unserer Tiere neu zu schreiben und keine Tiere mehr zu töten. Auf diesem Weg begleiten uns immer mehr Freunde, engagiert und ehrenamtlich. Mit Ihrer und eurer Unterstützung blicken wir auf ein tolles Jahr voraus, von dem an unsere Tiere einfach nur leben und glücklich sein können. In diesem Sinne freuen wir uns auf die Zukunft und wissen, dass wir das Richtige tun." (Harald Erlbacher)

Weitere Infos finden Sie auf der Homepage von Straußenfarm + Lebenshof Erlbacher.









Stoppels offener Lebenshof in Osthessen

"Mit allen Kreaturen bin ich in schönster Seelenharmonie. Wir sind verwandt, ich fühle es innig und eben darum liebe ich sie." (Wilhelm Busch)

Nach diesem Grundsatz lebt Stoppels offener Lebenshof. Das gesamte Team hat es sich zum Ziel gesetzt, der Natur wieder Raum zu schaffen, damit sich die Landschaft erholen kann. Möglichst vielen Tieren soll ein nutzfreies Leben ermöglicht werden und an ihrem Beispiel soll den Besuchern gezeigt werden, wie grausam die Industrie mit Tieren umgeht.

Auf Stoppels offenem Lebenshof dürfen Kühe, Katzen, Pferde, Hunde, Kaninchen, Tauben, Hühner und Puten ihr Leben genießen. Gäste sind zum Urlaub machen, aber auch zum teilhaben, mitwirken und gestalten herzlich willkommen.

Weiterhin hat sich ein veganer Mitbringbrunch auf dem Hof etabliert, bei dem gewaltfrei geschlemmt werden kann. Weitere Infos zu Stoppels offenem Lebenshof finden Sie auf dessen Homepage.








An der Seite der Pferde – Anne-K. Bendix

Seenland Oder-Spree, Brandenburg

„Wir – die Geschwister Anne, Andreas und Adrian Bendix – möchten einen aktiven Beitrag zum Schutz von Mensch, Tier und Umwelt leisten und unseren Hof so tierleidfrei und umweltfreundlich wie irgend möglich bewirtschaften.

Nachdem wir 2017 vegan geworden sind, ist uns zunehmend bewusst geworden, dass das klassische Reitstall-Modell absolut nicht mehr mit unseren Werten vereinbar ist. Also haben wir unser Konzept nach 20 Jahren, in denen wir Reitferien für Mädchen veranstaltet haben, geändert und bieten nun seit dem Sommer 2021 reitfreie Pferde-Ferien mit veganer Vollverpflegung für alle Kinder zwischen 7 und 12 Jahren an.

Darüber hinaus suchen wir Pat*innen für viele unserer Pferde (Großpferde und Ponys) und andere Tiere, die auf unserem Hof leben, und bieten Pflegebeteiligungen für alle, die sich aktiv in die Versorgung eines unserer Pferde einbringen möchten.“

Reitfreie Pferde-Ferien mit veganer Vollverpflegung für Kinder zwischen 7 und 12 Jahren

Das Programm orientiert sich an den Interessen der Kinder und am Wetter. Im Mittelpunkt stehen natürlich die Tiere, insbesondere die Pferde. Unter Anleitung können die Kinder die Pferde putzen, mit ihnen grasen gehen und lange Spaziergänge mit ihnen unternehmen. Außerdem werden Kinder, die Lust darauf haben, ins Abäppeln und andere Arbeiten einbezogen, die auf einem Pferdehof anfallen.

Patenschaften für Pferde und andere Tiere

Für viele der Pferde sowie die zwei Schafe Alva und Jun, das Schwein Luzie und die vier Katzen Hexe, Rosie, Purzel und Mini, die ebenfalls auf dem Hof leben, können Patenschaften abgeschlossen werden. Patentiere können nach Absprache jederzeit auf dem Hof besucht werden.

Pflegebeteiligungen für Pferde

Pflegebeteiligte übernehmen einen Teil der monatlichen Kosten, die für die Versorgung eines Pferdes anfallen, und bringen sich aktiv in die Pflege des von ihnen ausgewählten Tieres ein. Sie können ihr Pferd nach Absprache jederzeit besuchen und auch mehrtägige Aufenthalte sind möglich.

Ausführliche Informationen finden sich auf der Homepage des Hofes.









Das Projekt Lebenslänglich in Radstadt

Seit vielen Generationen ist der Betrieb in Österreich im Familienbesitz und “schon immer” gab es hier Kühe und Schweine. Anfang des 20. Jahrhunderts war der Hof sogar eine angesehene Käsehandlung und bis in die 90er Jahre gab es Hofschlachtungen. Vom Milchviehbetrieb wurde Anfang ca. 2008 auf Mutterkuhhaltung umgestellt.

2015 haben Josef und Juliane den Hof mit Mutterkuhhaltung und nachhaltiger Forstwirtschaft sowie einer Pension übernommen. Was im Jahr 2019 mit Plastikfasten begonnen hat, entwickelte sich seitdem zu einem Lebenshof mit umfassendem Konzept zum Umwelt- und Tierschutz.

“LEBENSLÄNGLICH” steht für eine Landwirtschaft, die Tiere aus der Nutztierhaltung herausnimmt und als Haustier lebenslänglich versorgt. So kann der landwirtschaftliche Betrieb und die Landschaftserhaltung weitergeführt werden, ohne weiterhin Tiere ausnutzen und deren Nachkommen viel zu billig in den Tod / die Mast geben zu müssen.

Dadurch ergeben sich verschiedene Vorteile:

Die Vermehrung der Tiere wird gestoppt – die Kühe werden nicht mehr besprungen / besamt, die Katzen sind alle kastriert, die Hühner brüten nicht mehr.

Die Kühe bekommen keine Kälber mehr, dadurch verringert sich der Stress in der Kälbersaison und es entstehen weniger Tierarztkosten. Den Kühen müssen die Kälber nicht mehr weggenommen werden. (Es dauert oft bis zu drei Tage (!), bis sie nicht mehr nach ihren Kälbern rufen.)

Die Kühe brauchen nicht mehr zusätzlich mit energiereichem Rauh- oder Kraftfutter versorgt werden, da sie keine vermehrte Nährstoffzufuhr brauchen, wenn sie nicht trächtig sind. Weniger Kraftfutter = weniger Ressourcen, weniger Kosten.

Die Herde kennt sich, es braucht kein Wechsel mehr stattzufinden, da Kühe normalerweise über 20 Jahre alt werden. Im “normalen Kreislauf” werden sie kaum älter als 10 Jahre! (Egal ob Milchvieh oder Mutterkuh.) Normalerweise werden immer wieder ältere Schlachttiere durch junge Kühe ersetzt. Dieser Wechsel fällt weg.

Jene Kühe, die jährlich für die Fleischproduktion Kälber bekommen haben, werden “in Pension” geschickt. Sie dürfen ihren Lebensabend bei uns als Haustier verbringen.

Auch die Hühner werden nicht mehr genutzt oder geschlachtet. Statt nur ein Jahr als eierlegende Maschine zu leben, dürfen sie bis zu ihrem natürlichen Tod (Lebenserwartung von 5-8 Jahren) ihre Zeit am Hof genießen. Egal ob sie noch Eier legen oder nicht.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Projektes Lebenslänglich.